Heute möchten wir Euch von der spektakulären und sehr schwierigen, langwierigen Rettungsaktion von der kleinen Mäuse-Mama und ihren drei zuckersüßen Welpen berichten.
Es war Dienstag, der 10.02.2026, es war gerade unsere große Katzen-Kastration in Negru Voda im vollen Gange, als ein Notruf eintraf. Eine kleine Hunde-Mama mit drei Welpen an einem großen Kanal, weitab von jeglicher Zivilisation, in der Kälte ausgesetzt, ohne Futter, im vollen Überlebenskampf, umgeben von Müll, in dem die Mama ununterbrochen nach Fressbarem suchte.
Sie muss schon einige Tage dort gewesen sein, denn, schlau, wie die kleine Mäuse-Mama ist, hatte sie sich bereits Schlupflöcher unter dem Beton gesucht und verschwand bei der kleinsten Gefahr darin. Erschwerend kam hinzu, dass im Raum Constanta, Negru Voda und Umgebung große Gefahr durch wild lebende Schakale droht, bei einer Begegnung mit diesen hätten die kleine Hundemama und ihre drei kleinen Welpen keine Chance gehabt.
Wir informierten Dorin, er fuhr direkt zusammen mit Radu dorthin. Doch die Situation war schwierig, der Kanal riesig und tief, die Betonlöcher groß und für Menschen nicht einsehbar. Es wurden Fallen gestellt und mit leckerem Futter bestückt, doch die Mama traute sich nicht. Der erste Welpe konnte gleich am Dienstag geborgen werden. Mittwoch wartete Constanta wieder mit Radu auf ihre Chance, und sie konnten tatsächlich zwei weitere Welpen bergen. Doch die Mama, sie war einfach zu schnell, eingeschüchtert und misstrauisch. Der Donnerstag folgte mit bangem Warten und vielen Versuchen, auch der Freitag und Samstag blieben leider erfolglos. Nicht einmal die Idee, die Mama mithilfe eines der Welpen in die Lebendfalle zu locken, hatte Erfolg.
Doch der finale Tag der endgültigen Rettung der kleinen Hundefamilie sollte der Sonntag werden. Ganze sechs Tage voller Bangen, vor allem um die noch nicht gerettete Hunde-Mama waren bereits vergangen. Doch am Sonntag sollte es klappen. Da war Constanta mit Mihai auf der Pirsch. Constanta konnte der kleinen Mäuse-Mama mit etwas Futter ein Beruhigungsmittel verabreichen. Doch diese Situation war heikel, denn wenn sie in die Betonlöcher verschwunden wäre, hätte sie im Kalten geschlafen. Deshalb verbarrikadierten Mihai und Constanta die Schlupflöcher, und als die Mama entwischen wollte, griff Mihai in einem Blitzgriff zu und hatte die kleine Maus gerettet. Wir waren und sind soooo glücklich und dankbar für den gekonnten und erfolgreichen Griff von Mihai. Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die die Hoffnung nicht aufgegeben haben.
Mittlerweile sind alle in Sicherheit im Innenbereich des Tierheims in Negru Voda untergebracht. Sie waren so sehr ausgehungert, dass wir jedem einzelnen einen eigenen Napf bereitstellten, denn alle hatten Angst zu kurz zu kommen. Mittlerweile hat sich das beruhigt, sie wissen, dass sie in Sicherheit sind und jeden Tag einen neuen Napf mit Futter erhalten. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihnen nun nur noch die Chance auf ein eigenes Zuhause.
Leider gibt es unzählige solcher Schicksale in Rumänien, wir möchten gar nicht daran denken, was mit ihnen passiert wäre, hätten wir den Notruf nicht bekommen ... Glück im Unglück für die Mäuse-Familie. Der Ausdruck Mama-Maus kam zustande, da sie ein zuckersüßes Gebiss hat, der Oberkiefer ist etwas länger als der Unterkiefer, was sie so mäuseähnlich wirken lässt.
Wir sind für jede Unterstützung dankbar, sei es für Futter, für Impfungen, für Starter-Pakete, für Wurmkuren, Parasitenbehandlungen, Kastrationen. (Leider) sind die lebensrettenden Maßnahmen und die medizinischen Versorgungen nach jeder Rettungsaktion mit immensen Kosten verbunden, die wir als kleiner Verein momentan fast nicht mehr stemmen können. Jeder Euro zählt.
Spendenkonto: Freundeskreis der Straßenhunde in Rumänien e.V.
IBAN: DE86 6829 0000 0005 5269 06 - BIC: GENODE61LAH
oder per PayPal: paypal@freundeskreis-strassenhunde.de - http://paypal.me/FKStrassenhundeROeV - Stichwort: Mäuse-Mama und ihre drei Welpen
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